Was ist eine SKU und wie sollten Sie Artikelnummern vergeben?
Nennen zwei Personen im selben Unternehmen denselben Artikel unterschiedlich, laufen Bestände auseinander und Aufträge werden falsch ausgeliefert. Eine SKU gibt jeder Variante einen Namen, auf den sich Team, Kasse und Lager einigen.
SKU, Barcode und Seriennummer
- Eine SKU ist intern. Sie vergeben sie selbst, und sie kennzeichnet eine Variante in Ihrem eigenen Sortiment.
- Ein Barcode wie EAN oder GTIN ist global. Er wird über GS1 vergeben oder vom Hersteller aufgedruckt und kennzeichnet dieselbe Variante in allen Unternehmen.
- Eine Seriennummer kennzeichnet eine einzelne physische Einheit. Vier identische Reifen teilen eine SKU, haben aber vier Seriennummern.
Viele Unternehmen führen alle drei: die SKU für Menschen und interne Systeme, den Barcode zum Scannen und die Seriennummer dort, wo einzelne Einheiten zählen.
So vergeben Sie SKUs
- Kurz halten: Acht bis zwölf Zeichen lassen sich leichter vorlesen, eintippen und auf Etiketten drucken.
- Feste Segmente in fester Reihenfolge, vom Allgemeinen zum Konkreten: Kategorie, Modell, dann Variante.
- Großbuchstaben, Ziffern und ein Trennzeichen wie der Bindestrich; keine Leer- oder Sonderzeichen.
- Leicht verwechselbare Zeichen vermeiden, etwa O und 0 oder I und 1.
- Nicht mit einer Null beginnen: Tabellenkalkulationen entfernen führende Nullen beim Import oft.
- Nichts verschlüsseln, was sich ändert, etwa Preis, Lieferant oder Lagerplatz.
- Eine SKU nie für einen anderen Artikel wiederverwenden, auch nicht nach dem Auslaufen des alten.
Ein Beispielschema (zur Veranschaulichung)
Ein Bekleidungsgeschäft nutzt Kategorie, Modell, Farbe und Größe: TSH-CLS-BLU-M ist das klassische T-Shirt in Blau, Größe M. Die Größe L in derselben Farbe ist TSH-CLS-BLU-L. Wer den Code liest, weiß ungefähr, worum es geht, doch vollständige Beschreibung, Preis und Bestand stehen im System, nicht im Code.
So nutzt OrgLines SKUs
In OrgLines liegt der Produktkatalog im ERP, und die Kasse greift auf diese Produkte zu: Ein Kassenpreis wird für ein Produkt festgelegt, das im ERP existieren muss. Für den Beleg vergeben Sie eine eigene fiskalische Bezeichnung, denn eine interne Nummer sagt dem Käufer nicht, was er gekauft hat. Eigenschaften wie Größe, Saison oder Marke lassen sich als eigene Attribute je Produktkategorie führen, sodass die SKU nicht jedes Detail tragen muss. Bestehende Kataloge kommen über den Import-Assistenten, mit dem Sie Spalten zuordnen und vor dem Import prüfen, oder aus Microsoft Business Central. Bei serialisierter Ware erhält jede physische Einheit einen eigenen Datensatz, sodass SKU und Seriennummer getrennt bleiben.