Was ist ein Planogramm?

Der Begriff klingt technisch, die Idee ist einfach: eine Karte des Regals, festgelegt, bevor die Ware ankommt.

Was ein Planogramm enthält

  • Die Regaleinheit: Breite, Anzahl der Fachböden und ihre Höhen.
  • Die Position jedes Produkts: Fachboden und Platz von links nach rechts.
  • Facings: wie viele Einheiten desselben Produkts in der vorderen Reihe nebeneinanderstehen.
  • Die Reihenfolge der Produkte, etwa nach Marke, Preisniveau oder Packungsgröße.
  • Wo Preisschilder und Werbematerial angebracht werden.
  • Oft die Menge, die auf jede Position passt, was Bestellung und Nachfüllen erleichtert.

Warum Händler Planogramme nutzen

Der erste Grund ist Einheitlichkeit. Kunden sollen dasselbe Produkt in jeder Filiale einer Kette am selben Platz finden, und die Zentrale soll eine Warengruppe in allen Filialen gleichzeitig ändern können. Der zweite ist Platz. Regalfläche ist begrenzt, und ein Planogramm gibt gut verkauften Produkten mehr Facings und schwächeren weniger. Plätze auf Augenhöhe gelten allgemein als die stärksten und sind deshalb oft Gegenstand von Vereinbarungen mit Lieferanten.

Planogramme erleichtern auch die tägliche Arbeit. Das Personal weiß, wohin jedes Produkt gehört und wie viele Einheiten passen, sodass Lücken im Regal früher auffallen und schneller gefüllt werden.

Ein kleines Beispiel (illustrativ)

Nehmen Sie einen Meter Regal für Tee mit vier Fachböden. Der meistverkaufte Schwarztee erhält drei Facings auf Augenhöhe, ein langsamer drehender Kräutertee ein Facing im obersten Fach, und große Sparpackungen stehen unten. Kommt ein neuer Tee ins Sortiment, macht das Planogramm den Zielkonflikt sichtbar: Ein Produkt muss ein Facing abgeben, und die Entscheidung fällt einmal statt in jeder Filiale einzeln.

Wie Filialen es tatsächlich umsetzen

Ein Planogramm wirkt nur, wenn das Regal ihm entspricht. Versenden Sie Änderungen mit einem Datum, ab dem sie gelten, lassen Sie die Filiale die Umstellung mit einem Foto bestätigen, prüfen Sie die Umsetzung bei Filialbesuchen und vergleichen Sie den Umsatz der Warengruppe vor und nach der Änderung, statt sich auf Eindrücke zu verlassen.

Planogramme und OrgLines

OrgLines enthält keinen Planogramm-Editor; Planogramme werden meist in spezieller Merchandising-Software oder in einer Tabelle erstellt. OrgLines hilft im Umfeld: Der Umsatz je Filiale zeigt, ob eine Änderung in einer Warengruppe etwas bewirkt hat, und mit dem Telegram-Arbeitsbot sehen Mitarbeitende in der Filiale ihre Aufgaben, ändern Status und senden Fotos, etwa ein Foto des Regals nach einer Planogramm-Umstellung.

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FAQ

Häufige Fragen

Was ist ein Facing?

Eine Einheit eines Produkts, die von vorne im Regal sichtbar ist. Drei Facings bedeuten drei Einheiten desselben Produkts nebeneinander in der vorderen Reihe.

Wer erstellt Planogramme?

Meist Category Manager oder Merchandiser des Händlers, oft gemeinsam mit Lieferanten. Ein kleines Geschäft kann mit einem Foto eines korrekt befüllten Regals und einer Produktliste je Fachboden beginnen.

Wie oft sollte sich ein Planogramm ändern?

Eine feste Regel gibt es nicht. Ketten passen Planogramme meist an, wenn sich das Sortiment ändert, für Saisonware und wenn der Umsatz zeigt, dass ein Produkt zu viel oder zu wenig Platz hat.